Die Häutung
Die Häutung ist ein mehr oder weniger regelmäßiges Ereignis.
Bei Jungtieren im ersten Jahr findet sie etwa alle 3-5 Wochen statt, später werden die Abstände immer größer.

Da Schlangen ihr Leben lang wachsen, wenn im adulten Zustand auch nur mehr sehr wenig, werden sie sich auch immer wieder häuten. Für das Wachsen ist die Haut der Reptilien aber nicht flexibel genug, bzw. nur bedingt, weswegen sie immer wieder erneutert werden muss.

Das erste Anzeichen für eine Häutung ist eine leichte Trübung des Schuppenkleides, welche durch Flüssigkeit zwischen der alten und der neuen Haut verursacht wird, die nötig ist, um die alte Haut gut abzulösen. Die Trübung nimmt immer mehr zu, bis auch die Augen milchig-graublau sind.

Wenn Häutunganzeichen zu sehen sind, sollte man auf eine Fütterung verzichten, da die Verdauung in diesem Zustand den Wasserhaushalt stören kann, zu Erbrechen oder schlechter Häutung führen könnte (nicht zwingend muß).

Nach ca. 3-6 Tagen nimmt die Trübung wieder ab und das Tier sieht wieder "normal" aus, da die Flüssigkeit zwischen den Hautschichten wieder resorbiert wird. Jetzt dauert es aber nochmal 1-4 Tage, bis sich die Haut abgestreift finden läßt.
(Zeitangaben sind ca.-Angaben, da es immer auch vom jeweiligen Tier und dessen Zustand an sich abhängt, wielange eine Häutung dauern kann. Auch 2 Wochen und wenig mehr müssen nicht ungewöhnlich sein.)

Es erleichtert den Tieren das Abstreifen der Haut, wenn rauhe Äste, Steine oder Rinden im Becken vorhanden sind. An diesen können sie sich reiben, die alte Haut bleibt hängen, und lässt sich damit schneller und einfacher abziehen.

Seltener sieht man Hemipenes- oder Hemiklitorishäute, ebenso wie die Haut der Kloake. Der Grund ist wohl einfach der, dass sie beim Abstreifen leicht abfallen, und im Bodengrund dann nicht auffallen.
Eine Unterscheidung der Geschlechter anhand dieser Stellen ist nicht möglich, da beide Geschlechter optisch nicht wirklich voneinander zu unterscheidende Geschlechtshäute aufweisen.
Auch die "roten Punkte", welche immer wieder einmal Thema sind, können bei beiden Geschlechtern vorhanden sein, und eignen sich nicht zur Bestimmung.



© by Carmen D. www.guttatus.de